Staubsauger Test

Der Kauf eines neuen Staubsaugers ist immer mit einer ganz individuellen Entscheidung verbunden. Denn der Staubsaugermarkt hat viele verschiedene Modelle mit sehr unterschiedlichen Techniken und Merkmalen zu bieten. Welche davon benötigt werden, sinnvoll sind oder aufgrund von Vorlieben gewünscht sind, ist nur im Einzelfall zu entscheiden. Daher ist es sinnvoll, sich vor dem Kauf ganz genau zu überlegen, was der Staubsauger können soll, wo er eingesetzt wird und welche Sonderfunktionen er bieten soll. Und das funktioniert am besten in vielen, kleinen Schritten.


Aktuelle Staubsauger im Test

Staubsauger sind Geräte, die in jedem Haushalt zu finden sind. Ob Handstaubsauger, Bodenstaubsauger, beutellos, selbstreinigender Filter oder Roboter, alle Geräte haben ihre Berechtigung auf dem Markt und werden regelmäßig von Stiftung Warentest und anderen Instituten in einem standardisierten Test oder einem Spezialtest genauestens unter die Lupe genommen. Auf diese Weise wird dem Interessenten der Kauf des passenden Staubsaugers erleichtert. Wenn man sich grundsätzlich für eine Variante entschieden hat, kann man in einem aktuellen Test das passende Modell vom Hersteller der Wahl finden. Doch vor dem Kauf von einem neuen Bodenstaubsauger muss noch eine wichtige Größe festgelegt werden – das Budget. Denn nicht alle Funktionen wie zum Beispiel ein selbstreinigender Filter sind für kleines Geld zu haben. Erst wenn man weiß, welchen Preis man bereit ist, für den Staubsauger zu bezahlen, weiß man auch, welche Funktionen bezahlbar sind. Doch welchen Staubsauger gibt es für welchen Preis?

Bei kaum einem Gerät ist die Preisspanne so groß wie bei einem Bodenstaubsauger. Bereits für unter 100 EUR kann man ein Modell mit Beutel erwerben. Ein professioneller Staubsauger, der auch im industriellen Bereich eingesetzt werden kann, kann dagegen weit über 1000 EUR kosten. Aber auch innerhalb der einzelnen Gerätekategorien gibt es große Preisunterschiede.

Staubsauger Test – Das richtige Grundmodell

Ein Staubsauger gleicht kaum einem zweiten. Dennoch kann man Staubsauger in ganz unterschiedliche Kategorien und Gruppen einteilen, die die Entscheidung für den richtigen Staubsauger Test erleichtern. Grundsätzlich gibt es zwei Grundarten, den Bodenstaubsauger und den Handstaubsauger. Prinzipiell kann man mit einem Handstaubsauger auch den Boden reinigen und mit dem Bodenstaubsauger auch Oberflächen wie Sofas, Betten oder Autoinnenräume absaugen, doch das wäre nicht komfortabel. Deshalb gibt es diese beiden Grundmodelle, die sich in ihrer Ausstattung stark unterscheiden. Während die meisten Handstaubsauger über einen Akku verfügen und damit kabellos betrieben werden können, benötigen die Bodenstaubsauger überwiegend eine direkte Stromversorgung. Dafür haben Bodenstaubsauger meist eine höhere Leistung als die kleinen Handgeräte. Die Konstruktion der kleineren Geräte erlaubt es allerdings, auch in Ecken und an schwer erreichbaren Stellen dem Staub zu Leibe zu rücken. Wenn man also das Auto, die Couch oder die Oberflächen im Kinderzimmer absaugen möchten, sind die Handgeräte die richtige Wahl. Will man jedoch einen Staubsauger für alle Fußböden im Haus, so ist der Bodenstaubsauger das richtige Modell. Hat man diese grundsätzliche Entscheidung erst einmal getroffen, kann die Suche nach dem richtigen Staubsaugermodell weitergehen. Denn auch die Bodenstaubsauger einer Kategorie unterscheiden sich stark, was sich oft erst beim direkten Vergleich in einem Test bemerkbar macht.

Staubsauger Test – Die richtige Leistung

Ein wesentliches Merkmal eines Staubsaugers ist seine Saugleistung. In erster Linie wird diese durch die Wattzahl beschrieben, die der Staubsauger technisch leistet. Von mehreren Hundert Watt bis hin zu 2000 Watt und darüber findet man eine wahre Bandbreite an technischer Leistung. Eine höhere Wattzahl bedeutet aber auch einen höheren Stromverbrauch. Es ist daher im Einzelfall zu überprüfen, welche Saugleistung von Nöten ist. Glatte Böden, die durchschnittlich beschmutzt sind, brauchen eine geringere Saugleistung als ein hoher Teppich, der oft mit Straßenschuhen betreten wird. Soll der neue Bodenstaubsauger also lediglich den alltäglichen Staub aus einem durchschnittlichen Haushalt entfernen, so ist eine technische Leistung von circa 1000 Watt ausreichend. Soll der Staubsauger darüber hinaus auch stärker benaspruchte Flächen reinigen, ist eine höhere Saugleistung von Nöten. Doch nicht immer geht die angegebene technische Leistung mit der tatsächlichen Saugleistung konform. Ihr wahres Können und die tatsächliche Saugleistung kann man erst in einem praktischen Test ermitteln. Einige Modelle mit niedrigerer technischer Leistung ergeben im Test eine höhere Saugleistung als vergleichbare Geräte mit höherer technischer Leistung. Einen Anhaltspunkt, welche Geräte die passende Saugleistung tatsächlich liefern, bietet zum Beispiel ein Test der Stiftung Warentest. Denn hier zeigt sich im praktischen Test, wieviel Staub tatsächlich aufgenommen wird, ganz unabhängig von der angegebenen technischen Leistung.

Staubsauger – Mit oder ohne Beutel?

Ein weiterer wichtiger Unterschied zwischen den einzelnen Staubsaugermodellen ist die Art des Filters. Denn der Staubsauger erzeugt einen Unterdruck, mit dem er die Luft, den Staub und andere Dinge aufsaugt und weiterleitet. Anschließend wird die eingesaugte Luft in einem Filtersystem gefiltert. Der Staub und anderer Schmutz wird von der Luft getrennt. Während die nun saubere Luft wieder ausgeblasen wird, wird der Schmutz in einem dafür vorgesehenem System gesammelt. Und genau an dieser Stelle unterscheiden sich verschiedene Staubsaugermodelle grundsätzlich. Während die einen Modelle einen Beutel nutzen, werden die anderen Geräte oft beutellose Bodenstaubsauger genannt. Sie sammeln den Schmutz in einem Behälter, der immer wieder verwendet werden kann. Beide Staubsauger besitzen jedoch einen Filter, der tendentiell bei beutellosen Staubsaugern schneller verschmutzt. Wie stark der jeweilige Filter verschmutzt und wie leicht sich der Filter herausnehmen und reinigen lässt, kann man in einem Test ermitteln.

Während bei Staubsaugern, die Beutel verwenden, zusätzliche Kosten für das Verbrauchsmaterial, also die Beutel anfallen, ist das bei beutellosen Staubsaugern nicht der Fall. Die Technik, die auf Beutel verzichtet, kommt aus dem industriellen Bereich. Hier war es oft unwirtschaftlich, Staubsauger ständig mit neuen Beuteln auszustatten. Daher wurden Staubsauger eingeführt, die einen permanenten Filter besitzen und den Staub in einen Behälter ableiten. Die Reinigung von Behälter und Filter ist in diesen Fällen jedoch aufwendiger. Während bei den herkömmlichen Staubsaugern der volle Beutel einfach weggeschmissen wird und der Filter sehr selten gereinigt werden muss, sollte man bei den beutellosen Staubsaugern darauf achten, den Inhalt des Behälters so zu entsorgen, dass sich der Staub nicht erneut im Wohnraum verteilt. Zusätzlich muss der Filter regelmäßig gereinigt werden. Mit voranschreitender Entwicklung hat der beutellose Bodenstaubsauger dann aber auch Einzug in die privaten Haushalte gehalten. Viele Modelle haben jedoch damit zu kämpfen, dass ihre Saugleistung nachlässt, sobald sich im Sammelbehälter Staub befindet und der Filter schnell verstopft. Deshalb ist eine regelmäßige Reinigung von Staubbox und Filter von Nöten. Nicht jeder Anwender ist von diesem Aufwand überzeugt und greift daher auf die herkömmlichen Bodenstaubsauger mit Beutel zurück. Den Filter und die Staubbox zu reinigen und so direkt mit dem Staub und Schmutz in Berührung zu kommen, empfinden viele Nutzer als unhygienisch. Deshalb kann auch keine grundsätzliche Empfehlung gegeben werden, welche Staubsaugerart, ob mit oder ohne Beutel, besser ist. Das hängt von den Vorlieben der Benutzer und der Art der Anwendung ab. Die Vorteile der herkömmlichen Bodenstaubsauger sind folgende:

- einfache Entsorgung des Staubs und Schmutzes im Beutel
- kein Saugkraftverlust bei anhaltender Nutzung und Füllung der Beutel
- Filter muss durch Beutel selten gereinigt werden
- komfortable Nutzung

Die Vorteile der beutellosen Bodenstaubsauger sind andere:

- keine zusätzlichen durch Verbrauchsmaterial (Beutel)
- kein häufiger Austausch der Beutel (zum Beispiel bei hohem Schmutzaufkommen) notwendig
- komfortables Entfernen von hohem Schmutzaufkommen

Aus diesen Vorteilen ergeben sich auch Empfehlungen, wann ein herkömmlicher Staubsauger, der Beutel verwendet, sinnvoll ist und wann besser ein beutelloser Staubsauger verwendet wird. Vor allem das Schmutzaufkommen spielt dabei eine wichtige Rolle. So greifen zum Beispiel Tierbesitzer, deren Haustier ein Fell hat, oft auf beutellose Staubsauger zurück. Während ein Beutel bei solcher Art von Schmutz schnell voll ist, kann der Filter von einem beutellosen Staubsauger mit solchem Schmutz gut umgehen. Die Haare können leicht auch dem Behälter und von dem Filter entfernt werden. Oftmals können die Filter in beutellosen Staubsaugern auch in der Waschmaschine gewaschen werden, sodass der Staubsauger stets hygienisch ist. Die Entscheidung, ob ein herkömmlicher Bodenstaubsauger oder beutellose Geräte geeignet sind, grenzt die Auswahl des perfekten Modells weiter ein.

Komfortmerkmale eines Staubsaugers

Neben dem richtigen Modell, Bodenstaubsauger oder Handstaubsauger, der richtigen Technik, mit Beutel oder alternativer Filter, und der richtigen Saugleistung spielen noch andere Merkmale eine Rolle bei der Auswahl des passenden Staubsaugers. Dazu gehört zum Beispiel das Gewicht. Viele Haushalte verfügen über mehrere Etagen. Ob Maisonette-Wohnung oder Einfamilienhaus, oftmals sind die Wohnräume nicht auf der gleichen Ebene. Dennoch möchte man in allen Etagen einen sauberen Wohnraum haben. Da spielt es eine wichtige Rolle, wie schwer oder leicht der Staubsauger ist. Das Gewicht kann man direkt den technischen Angaben des jeweiligen Geräts entnehmen. Im Test ergibt sich dann, wie sich das Gewicht des Staubsaugers bewerkstelligen lässt. Denn die Geräte haben oft auch eine sehr unterschiedliche Form, die sich manchmal leichter und manchmal schwerer handhaben lässt. Aus diesem Grund testet Stiftung Warentest auch oft, wie wendig die Staubsauger sind. Denn verwinkelte Zimmer oder schlecht erreichbare Ecken sollen auch gereinigt werden. Im Test wird deshalb geprüft, wie gut sich die Geräte bewegen lassen. Ein Bodenstaubsauger wird nämlich sehr unpraktisch und unhandlich, wenn zum Beispiel die Rollen von schlechter Qualität sind. Ein solcher Test gibt also Hinweise darauf, wie komfortabel sich ein Bodenstaubsauger benutzen lässt. Bei beutellosen Geräten wird deshalb auch geprüft, wie sich der Filter herausnehmen und reinigen lässt. Denn solche Erkenntnisse lassen sich nicht an den Herstellerangaben ablesen, sondern müssen im praktischen Test ermittelt werden.

Ein wichtiges Kriterium bei neuen Staubsaugern ist die Lautstärke. Vor allem, wenn kleine Kinder im Haus sind, ist dieses Merkmal wichtig für den richtigen Komfort. Denn bei kleinen Kindern ist das Saugen öfter angebracht. Auf der anderen Seite brauchen kleine Kinder aber auch ausreichend Schlaf. Daher sind leise Geräte sehr beliebt. Da dieses Merkmal besonders für Familien oder auch Bewohner von Mietwohnungen wichtig sind, wird es von Untersuchungen der Stiftung Warentest stets mit berücksichtigt. Im Test wird die Lautstärke in Dezibel gemessen und gegebenenfalls mit den Herstellerangaben verglichen. So können sich Nutzer darauf verlassen, dass dieses Kriterium tatsächlich erfüllt ist.
Darunter befinden sich sowohl Modelle ohne Beutel als auch Geräte mit Beutel. Wer nach einem leisen Staubsauger sucht, ist also in der Wahl von Filter, Leistung und weiterer Technik nicht eingeschränkt.

Bodenstaubsauger – Luxusmodelle

Ein Bodenstaubsauger ist Reinigungsgerät, das in vielen Haushalten täglich gebraucht wird. Für viele Nutzer muss es deshalb nichts Luxuriöses, aber dennoch komfortabel in der Anwendung. Doch manche Nutzer haben auch ganz besondere Anforderungen. Sie wollen bei ihrem Bodenstaubsauger auf nichts verzichten und deshalb auch keine Kompromisse eingehen. Sie wollen sich zum Beispiel nicht allzu oft mit dem komplexen Thema des Staubsaugerkaufs beschäftigen. Die Geräte müssen also besonders langlebig sein. Oder sie wollen nicht auf die Vorteile eines beutellosen Staubsaugers verzichten, aber auch nicht von Hand den Filter regelmäßig säubern. Auch für solche Ansprüche finden Stiftung Warentest und andere Institute im Test den richtigen Bodenstaubsauger. So bieten die Geräte Bosch BGS61430 Roxx’x und Starmix AS AR-1232 EH zum Beispiel diesen Komfort. Hier muss man zwar immer noch den Behälter für Staub und Schmutz per Hand entleeren, den Filter muss der Nutzer jedoch nicht händisch reinigen. Der Filter wird von den Geräten selbst ausgeklopft und ist damit wieder luftdurchlässig. Ein solcher Bodenstaubsauger ist im privaten Bereich absoluter Luxus. Oftmals sind diese Geräte in der Industrie im Einsatz, da hier der Filter besonders schnell verstopft, ein Beutel aber auch recht schnell voll wäre. Doch wer diesen Luxus auch zu Hause nutzen möchte, muss darauf nicht verzichten.

Die Zukunft der Staubsauger

Wie im alltäglichen Leben geht auch die Entwicklung bei den Staubsaugern stets voran. Getrieben wird diese Entwicklung von dem Wunsch, noch komfortabler zu leben. Der selbstreinigende Filter ist nur eine dieser Entwicklungen, die es langsam von der Industrie in den Privathaushalt schaffen. Der Bodenstaubsauger hat sich ebenso wie der Rasenmäher in den letzten Jahren komplett revolutioniert. In Zukunft soll es nicht mehr notwendig sein, per Hand zu staubsaugen. Vielmehr soll diese Hausarbeit sich von selbst erledigen. Daher ist der Bodenstaubsauger der Zukunft ein Roboter. Stiftung Warentest hat einige Geräte dieser neuen Generation getestet. Die Roboter haben im Test gezeigt, dass sie viele Vorteile der herkömmlichen Bodenstaubsauger vereinen. Sie bedienen sich der Erfahrung, die die Technik bereits durch die Handstaubsauger besitzt. Denn die Roboter haben einen Akku, der ihnen erlaubt, ohne Kabel ihre Arbeit zu verrichten. Auch die Größe der Roboter ist vielversprechend. Die Geräte im Test haben ungefähr 30 cm Durchmesser und sind sehr flach. Rotierende Bürsten am Boden der Roboter befördern vor allem groben Staub in den entsprechenden Behälter. Grundsätzlich haben die Roboter im Test bei Filter und Reinigung die gleichen Vor- und Nachteile wie beutellose Staubsauger. Vor allem den Filter zu reinigen stufen viele Nutzer im Test als unhygienisch ein und würden aus diesem Grund im Moment eher noch auf einen Roboter verzichten. Darüber hinaus sind die Roboter aus dem aktuellen Test der Stiftung Warentest aber wahre Wunderwerke, denn sie finden sogar ihre Aufldestation allein. So entfällt in Zukunft wohl die Aufgabe Staubsaugen auf der Liste der Hausarbeiten.

Für jeden Geldbeutel und jeden Anspruch gibt es also den richtigen Staubsauger. Ob mit Beutel oder ohne, mit Luxusfunktionen oder die Basisversion, auf dem Markt der Staubsauger ist alles möglich. Im Test zeigen sich viele Geräte alltagstauglich und manche Bodenstaubsauger glänzen im wahrsten Sinne des Wortes mit Sonderfunktionen. Die Auswahl ist groß und so ist es manchmal gar nicht so leicht, den richtigen Bodenstaubsauger zu finden.

Der Staubsauger Test iRobot Roomba 780 Staubsaug-Roboter